Weite Ackerlandschaft unter blauem Himmel mit einzelnen Bäumen am Horizont

Zwischen Kapellen, Wolken und McDonald’s – meine Rückkehr nach Innsbruck

Ich bin in vier Tagen von Donauwörth nach Innsbruck gefahren. Über Pässe, durch das Voralpenland, mit schwerem Fahrrad und Satteltaschen. Jeden Abend wusste ich nicht, wo ich schlafen würde – und trotzdem hat es sich gefügt: Kirchen, Kapellen, kleine Nischen am Wegesrand.

Diesmal bin ich nicht durchs obere Lechtal gefahren, sondern direkt nach Tirol hinein. Der Wind war stark, die Sonne glühend, und die Wolken kündigten schon das Umschlagen des Wetters an. Ich habe sie gelesen wie ein offenes Buch – ein Wissen aus meinem Geografiestudium, das mich bis heute begleitet.

Jetzt sitze ich im McDonald’s in Innsbruck. Draußen prasselt der Regen, drinnen halten mich zwei Kaffees warm. Und das Schönste: die Menschen. Ein Lächeln, ein Blick – und plötzlich laufen mir Tränen der Dankbarkeit über die Wangen.

Es sind diese kleinen Momente, die mir zeigen, dass meine Stärke nicht im Planen liegt, sondern im Fahren, im Improvisieren, im Dasein. Dass ich das Leben trage, wie es kommt – verspielt, traurig, fröhlich, stark.

Noch zwei Tage bis zum Zug. Zwei Tage Übergang. Und trotzdem spüre ich: Ich bin angekommen.

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