Madrid – Exil 1
Datum: ca. 2 Wochen
Madrid war eine intensive Station von ungefähr zwei Wochen, nach einem Kurztrip nach Toledo für El Greco. Ich besuchte die großen Museen: Reina Sofía, Thyssen-Krupp, Membrado, sah El Greco, Tizian, Goya, Velázquez, Picasso und Francis Bacon – meine großen Favoriten. Die Ausstellungen habe ich mehrfach besucht, jedes Mal neue Details entdeckt und mich von der Kunst mitreißen lassen.
Während des Aufenthalts lernte ich einige Leute kennen, darunter einen netten Kontakt, der mir etwas Gras verkaufte, und den Christian, der ebenfalls spannende Bekanntschaften machte. Außerdem begegnete ich dem Steve, mit dem ich später in Granada einige Wochen verbrachte und der über Madrid weiter nach Neuseeland reiste.
Ein kleines künstlerisches Ritual spielte sich ebenfalls ab: Ich beerdigte die Schuhe, die ich im Oktober zuvor in Wien gekauft hatte – ein kurzes, symbolisches Abschiednehmen. Später kaufte ich Chucks in Madrid, die dann in Toledo kaputtgingen, ersetzt wurden und schließlich im Exil 3 in der Ausstellung in Wolfsburg Teil der Arbeit wurden. Madrid war also nicht nur kulturell, sondern auch symbolisch ein wichtiger Ort meines Exils.