Amsterdam

January 2026

Ankunft aus Antwerpen. Der Bus bleibt liegen, Raststätte, Kälte, zwei bis drei Stunden Stillstand. Dann der nächste Bus. Regen, Wind, flaches Land, durchzogen von Wasserlinien.

Ich komme in Amsterdam Sloterdijk an, mit meinem vierten Koffer. Der Regen geht nicht einfach runter, sondern durch alles durch. Ich stehe da, rauche, und weiß nicht, wohin.

Irgendwann finde ich den Weg in die Innenstadt. Zug, dann Tram. Keine echte Orientierung, aber Bewegung.

Flying Pig

Ich lande im Flying Pig Hostel. Eng, lebendig, durchlässig. Ein Raum, in dem geraucht wird, Gespräche ineinander laufen, Identitäten sich verschieben.

Ein Typ zieht ein Kleid an. Sein Freund sagt: „Du bist die Frau.“ Kein Bruch. Kein Drama. Es passiert einfach.

Rhythmus

Ein Ort wird zentral: Easy Times Coffeeshop.

Morgens Kaffee, Rauch. Raus in die Kälte. Zurück in die Wärme. Wieder raus.

Die Stadt wird nicht erkundet, sondern umkreist. Ich bewege mich in Schleifen, bis sich Orte setzen.

Innere Verschiebung

Graz taucht auf. Schlossberg, Wege, Erinnerungen. Ich beginne, Orte zu überlagern. Eine Straße wird zu einer anderen.

Ich gebe Wegen Namen, als würde ich sie dadurch festhalten. Realität und Vorstellung verschieben sich ineinander.

Alltag

Zeichnen, Farben kaufen, gehen. Geld ist knapp, manchmal reicht es, manchmal nicht.

Galerien bleiben flach. Dann das Stedelijk Museum. Ein Moment, der bleibt.

Zustand

Kälte, Regen, Nebel. Innenräume warm, dicht. Draußen Bewegung.

Ein Rhythmus entsteht, der trägt. Fast zwei Wochen.

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